Der Beginn des Hexenbrauchtums in Allersberg, lässt sich heute nicht mehr genau auf eine bestimmte Jahreszahl zurückverfolgen. Es ist jedoch sicher, dass unser Brauchtum aus der Zeit nach 1475 stammt, als Allersberg zur „Jungen Pfalz Neuburg“ gehörte. Leider gingen die alten Masken und Gewänder aus dieser Zeit im zweiten Weltkrieg verloren.

Doch trotz solcher Verluste blieb das Hexenbrauchtum in Allersberg auch nach dem zweiten Weltkrieg mehr als lebendig. So gab es schon bald wieder am unsinnigen Donnerstag das Hexenlaufen auf dem Marktplatz, das sich großer Beliebtheit bei den Kindern des Marktes erfreute und noch bis heute besteht.

Mit der Gründung des Faschingskomitee Allersberg änderten sich auch die Zeiten für die Allersberger Flecklashexen. Denn ab da lag die Brauchtumspflege in den Händen des Komitee’s. So gelang es, einen Allersberger Hobbyschnitzer dafür zu gewinnen, wieder Masken nach alten Vorbildern herzustellen. Die Hexen waren ab diesem Zeitpunkt bei jedem Auftritt des Komitee’s dabei. Diese erstreckten sich Anfangs meist nur auf den Besuch vom Faschingsbällen und Kappenabenden bei Vereinen aus der Umgebung. Es galt schließlich, möglichst viele Teilnehmer für den noch sehr jungen Allersberger Faschingszug zu gewinnen.

Doch das Faschingskomitee Allersberg war auch außerhalb Allersbergs sehr aktiv, und so waren bald Kontakte mit Karnevalsvereinen in ganz Franken geknüpft. Ein Problem bestand jedoch noch, man hatte keinen Garde. Es konnte also Nichts zu anderen Vereinen entsandt werden, wofür man im Gegenzug einen Auftritt zurückbekam. So entstand der Gedanke, die Allersberger Flecklashexen zu mehr als nur zur Dekoration (und zur Vernichtung alkoholischer Getränke) zu nutzen.

Bald wurde der erste Tanz einstudiert. Die Tänze waren anfangs noch sehr einfach und wenig spektakulär. Doch dies änderte sich ziemlich schnell, als in der Session 1988/1989 die ehemalige Gardetänzerin des RCV Claudia Gmelch begann, die Flecklashexen zu trainieren. Von da an entwickelte sich unser Tanz rasant und auch unser Durchschnittsalter sank deutlich von schätzungsweise knapp 40 auf mittlerweile unter 20. Leider hat uns Claudia nach 11 Jahren wieder verlassen. Danach übernahm Thomas Herzig, der vorher selbst bei den Hexen mittanzte, das Amt des Trainers. Seit 2007 hat Jessica Heim, die auch jahrelang als Gardetänzerin aktiv war, die tänzerische Führung der Hexen übernommen. Unter ihrer Leitung gelingt es den Hexen bis heute immer wieder die Zuschauer durch teils waghalsige Akrobatik zu begeistern.

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